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24.10.2017 : 2:21 : +0200

Tipps

Das Anthropologische Museum in Mexiko-Stadt

Bedeutung des Museums

Das Nationalmuseum für Anthropologie in Mexiko-Stadt gilt als eines der besten anthropologischen Museen der Welt. Den Besucher erwartet eine Reise durch die Geschichte Mexikos. Sie wird illustriert durch archäologische Fundstücke, erklärende Schautafeln und teilweise auch durch Exponate, die dem Original, das sie darstellen sollen, nachgebaut wurden. Bereits vor dem Betreten des Museums kann sich der Besucher beim Anblick eines acht Meter hohen Monoliths und des atztekischen Gottes Tlaloc darauf einstimmen, die historischen Zusammenhänge zu entdecken, auf deren Grundlage das heutige Mexiko entstand. Auch eine große Wassersäule befindet sich im Außenbereich des Museums. Als Symbol des Lebens verweist sie auf die große Bedeutung der Metaphorik, auf die der Besucher sich einlassen muss, um nicht nur die Schönheit der Ausstellungsstücke, sondern auch ihre Bedeutung zu begreifen. Wer sich für die alten indigenen Völker Mittelamerikas interessiert, wird hier eine Menge lernen. Zu sehen sind allerlei Exponate unterschiedlicher Kulturen, beispielsweise jener der Zapotheken, der Azteken, der Olmeken und der Mayas.

Highlights des Museums

Zu den Highlights des Museums, das in der Landessprache "Museo Nacional de Antropología" (MNA) heißt, gehören einige Exponate, die zu sehen Wissenschaftler und andere Interessierte aus allen Teilen der Welt anreisen. Schließlich sind die Stücke der Sammlung Zeitzeugen vergangener Epochen und Artefakte indiandischer Kulturen. Das mit Abstand berühmteste Exponat ist der "Stein der Sonne" ("Piedra del Sol"). Er ist im Durchschnitt 3,60 Meter breit und wiegt rund 24 Tonnen. Auf ihm zu sehen sind Darstellungen der vier großen Katastrophen, die das Volk der Atzteken auf seiner Wanderung heimgesucht haben. 1790 wurde der Stein entdeckt. Auch die Statue "Ocelotl-Cuauhxicalli" ist ein Publikumsmagnet. Das "Modell von Tenochtitlán" gehört ebenso in die Riege der besonders interessanten Ausstellungsstücke wie die Statue namens "Coatlicue". Sie zeigt eine Göttin der aztekischen Mythologie: die Erdgöttin, die zudem die Mutter des atztekischen Kriegs- und Sonnengottes ist. Darüber hinaus gilt sie als Patronin für alle Frauen, die während der Geburt verstarben. In einigen Sälen im Obergeschoss sind traditionelle Kleidungsstücke sowie Handwerkskunst der zeitgenössischen indigenen Völker Mexikos zu bestaunen.

Geschichte des Museums

Das Museum ist bereits rund fünf Jahrzehnte alt. Eröffnet wurde es am 17. September 1964. Der Bau war eine Gemeinschaftsleistung von Jorge Campuzano, Rafael Mijares Alcérreca und Pedro Ramírez Vázquez. Die Sammlung des Museums ist allerdings deutlich älter als ihr Ausstellungsort: Bereits 1825 wurde sie für universitäre Zwecke zusammengestellt. Dabei waren einige Exponate Übernahmen aus der bekannten Sammlung von Lorenzo Boturini Bernaducci, der bereits von 1735 bis 1743 anthropologische Stücke aus Mexiko zusammengetragen hatte. Seine Sammlung war die erste anthropologische Sammlung zu Mexiko überhaupt.

Wie komme ich dahin?

Mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln wie dem Bus ist das Museum gut zu erreichen. Besonders empfiehlt sich die Anfahrt mit der U-Bahn. Von der Station "Viveros" ist es nicht weit zum Museum. 


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