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30.4.2017 : 13:00 : +0200

Tipps

Mexikos Regionalküche

Die mexikanische Küche wird vom aztekischem und spanisch-kolonialem Einfluss beherrscht. Hinzu kommt noch der Einfluss der Maya, was die mexikanischen Rezepte und Gerichte recht maislastig machen. In fast allen Backwaren ist ausschließlich Maismehl mit verarbeitet.

Das Mittagessen ist die wichtigste Mahlzeit für die Mexikaner, weshalb an einem Arbeitstag die Mittagspause recht lang ist. Gegessen wird meist erst gegen 15 Uhr. Am Abend essen die Mexikaner nur noch einen kleinen Imbiss aus Gemüse und Früchten, auch gerne in Tortillas.

Das Frühstück besteht nur aus einem Kaffee und einer kleinen süßen Backware, da einige Stunden später das sogenannte Almuerzo, ein zweites Frühstück stattfindet, welches reichhaltiger ausfällt. Verzehrt werden Eiergerichte oder mit Käse und Sahne zubereitete Tortillas in Chilisauce. Ein typisch Mexikanisches Essen sind die bei jeder Speise und in jeder Variation vorhandenen Tortillas. Ebenso gehören die Chilis und Chilisaucen in allen Schärfegraden dazu. Aber nicht nur alltagsbedingte Einflüsse prägen die mexikanische Esskultur. Auch regionale Aspekte machen die mexikanische Küche so vielfältig.

Regional gibt es Essenstechnisch kleine Unterschiede zwischen der Küste, dem zentral gelegenen Hochland, dem Süden und dem Norden.

Südmexikos Küche

Im Süden Mexikos orientiert sich das Essen mehr an der Indio-Tradition, die sich viel mit Chili beschäftigt. Die Tradition der Maya fließt recht stark mit ein, was den hohen Maisanteil in den Gerichten erklärt. Gerne werden hier Eintöpfe und Saucen gekocht, die meisten mit Chili in den unterschiedlichsten Schärfen abgeschmeckt. Dazu gibt es die weitbekannten Maistortillas. Die Küche aus dem Süden gilt als die mit den schmackhaftesten und variationsreichsten mexikanischen Rezepten.

Nordmexikanische Küche

Mexikanische Rezepte aus dem Norden sind rindfleischorientiert und stehen eher unter dem spanisch-kolonialen Einfluss, was auch der Grund dafür ist, dass hier die Gerichte nicht so scharf gewürzt werden. Die texanischen Essens- und Kochgewohnheiten haben auch schon ihre Spuren in der mexikanischen Küche des Nordens hinterlassen. Die Hauptspeisen werden hier nicht alle zusammen und gleichzeitig auf einem Teller als Mischgericht gegessen, sondern erst die Beilage, bevorzugt Reis oder Bohnen, und dann das Fleisch. Anstelle der Maistortillas bevorzugt die nordmexikanische Küche Weizentortillas.

Essen an der Küste

In den Küstenregionen herrschen Fischgerichte und Meeresfrüchte in den unterschiedlichsten Variationen vor, aber alle mit Tomaten und Kräutern angemacht oder als Beilage serviert. Als Vorspeise wird hier häufig ein Krabben- oder Meeresfrüchtecocktail bestellt bzw. angeboten.

Spezialitäten aus dem Hochland

Im Hochland von Mexiko sind die kleinen Häppchen für zwischendurch üblich. Zu den größeren Mahlzeiten werden bevorzugt Gerichte vom Schwein gekocht und gegessen. Das typische Mittagessen besteht in diesem Teil von Mexiko aus Suppe, gefolgt von Reis, dann die Hauptspeise und einem kleinen Dessert im Anschluss. Die Desserts im Hochland sind auf Grund des im Gebiet verbreiteten Bohnenanbaus häufig mit Kaffee, Kakao oder Schokolade zubereitet.

Als Mexikanische Vorspeisen werden gerne kleine Häppchen angeboten, die meist mit den Händen und gerne im stehen gegessen werden bevor es an die Hauptspeisen geht. Hierfür werden auch wieder in den meisten Fällen Tortillas verwendet, die mit den unterschiedlichsten Füllungen und Saucen bestückt sind. Aber auch Suppen werden häufig als Vorspeise gereicht. Eher untypisch als Mexikanische Vorspeisen sind Salate.