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24.10.2017 : 2:22 : +0200

Tipps

Die Gesellschaft Mexikos

Bevölkerungsstruktur und Probleme

Mexiko ist mit seinen ca. 107 Millionen Einwohnern ein Vielvölkerstaat. Die Mehrheit der Mexikaner sind Mestizen, Nachkommen aus Verbindungen von Weißen (Europäern) und den Angehörigen der indigenen Völker (Ureinwohner) Mexikos. Die Mestizen machen etwa 60 Prozent der mexikanischen Bevölkerung aus. Einen Anteil von 30 Prozent an der Gesamtbevölkerung bilden die indigenen Völker. Laut Schätzungen gibt es 56 indigene Ethnien und mindestens so viele altmexikanische Sprachen. Dieser ethnische Reichtum spiegelt sich in den unterschiedlichen kulturellen und religiösen Traditionen, Essgewohnheiten sowie Festen wider.

Der Stolz der Mexikaner auf ihre indigenen Vorfahren ist groß. Zur Ehre ihrer vorkolonialen Helden werden Feste veranstaltet, Städte, Plätze und Straßen nach ihren Namen benannt. Trotz dessen werden indigene Minderheiten von der Mehrheitsbevölkerung diskriminiert und müssen am Rande der mexikanischen Gesellschaft in extremer Armut leben. Ein großer Anteil der Indigenas befindet sich in den Bundesstaaten Oaxaca, Chiapas, Veracruz, Yucatán und Puebla. Um die Situation der einheimischen Gruppen zu verbessern, wurden in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Interessenvertretungen gegründet, um ihre Unterdrückung und Vertreibung zu stoppen.

Soziales Gefälle in Mexiko

Das starke soziale Gefälle in der mexikanischen Gesellschaft drückt sich vor allem in gesundheitlichen Indikatoren als auch in starken Einkommens- und Bildungsunterschieden aus. Fast die Hälfte der indigenen Bevölkerung kann nicht lesen und schreiben, während der landesweite Prozentsatz bei 10 Prozent liegt. Trotz der allgemeinen Schulpflicht absolvieren nur 70 Prozent der Kinder die ersten sechs Grundschuljahre. Unzureichende organisatorische und materielle Bedingungen im staatlichen Universitätssystem verringern die Chancen auf eine höhere Bildung.

Sprachen und Dialekte in Mexiko

Mexiko ist das größte spanischsprachige Land der Welt. Seit seiner Eroberung durch Spanier im 16. Jahrhundert gilt die spanische Sprache als die wichtigste Alltags- und Geschäftssprache. Außerdem gibt es 62 Sprachen und Dialekten, die innerhalb der Indigena-Gruppen praktiziert werden. Die wichtigsten dabei sind Náhuatl, Maya und Mixteco. Es ist üblich, dass sich in den großen Sprachgruppen zum Teil untereinander nicht verständliche Sprachen verbergen, wie beispielsweise in der Gruppe Náhuatl, die aus 19 Einzelsprachen besteht.

Religionen in Mexiko

Etwa 87 Prozent der Mexikaner sind Katholiken und somit gehört Mexiko nach Brasilien zur zweitgrößten katholischen Nation. Zudem gibt es eine wachsende protestantische Minderheit, zu der sich ca. 7,5 Prozent der Gesamtbevölkerung zählen. Traditionelle indigene Religionen bestimmen immer noch den Alltag in kleinen Gemeinden.

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